Konzeption

Bild vom Kind

Jedes Kind ist einzigartig, ist etwas ganz Besonderes!

Jedes Kind unterscheidet sich von Geburt an von anderen Kindern durch individuelle Merkmale, Eigenschaften und Neigungen. Jedes Kind ist im positiven Sinne einzigartig. Kinder kommen aus unterschiedlichen Kulturen, haben unterschiedliche soziale Erfahrungen gemacht, unterscheiden sich hinsichtlich ihres Geschlechts, ihres Verhaltens und ihrer Bedürfnisse – und trotzdem verstehen sie sich verbal und non-verbal. Sie lachen und spielen zusammen, ein unsichtbares Band scheint sie zu verbinden.

 

Aufgeteilt in zwei altersdifferenzierte Bereiche bietet unser zertifizierter Bewegungs-Kindergarten für 40 Kinder im Alter von 2-6 Jahren Platz zum Spielen und Lernen. In vielen Aktionsbereichen entfalten die Kinder ihre Kompetenzen und werden eingeladen, intensive Lernerfahrungen auf möglichst vielfältige Weise zu erleben. Sie entdecken, wiederholen und verstehen in ihrem eigenen Tempo, begleitet durch geschulte Fachkräfte, zahlreiche Lösungsmöglichkeiten und Herausforderungen in ihrem Alltag und bauen auf diesem Weg ein starkes Selbstwertgefühl auf, welches ihnen die nötige Sicherheit und Stärke für den weiteren schulischen Weg verleiht.

Schwerpunkte

In unserer Kindertageseinrichtung sollen die Kinder ihre Sprache selbst finden und frei entwickeln.

Sie haben viel Raum und Zeit für ihre eigenen Ideen, Interessen und Wünsche, zum Sammeln und Erleben vielseitiger Erfahrungen.

Sie sollen bewußt wahrnehmen, viel experimentieren, sich wohl fühlen und offen und zufrieden sein. Sie sollen ihre eigenen Entscheidungen treffen und lernen, bei Bedarf Hilfe zu holen. Sie können ihren Alltag selbständig bewältigen und lernen, Verantwortung zu übernehmen. Sie sollen lernen, konstruktiv Konflikte zu lösen, liebevoll miteinander umzugehen und sich gegenseitig zu akzeptieren, die Gefühle von anderen wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Und sie sollen lernen, die Regeln einzuhalten.

 

Teiloffene Arbeit

Dies umzusetzen unterstützt uns das Konzept der teiloffenen Arbeit, welches eine Haltung mit sich bringt, die offen ist für Diskussionen und Veränderungen. Begründet auf dem Bild vom Kind, der Besonderheit jeder individuellen Entwicklung und den ausgeprägten Bindungen zwischen Fachkräften und Kindern, zeichnet sich die teiloffene Arbeit durch eine Haltung aus, die

  • offen ist für Prozesse und Ergebnisse,
  • unterschiedliche Entwicklungswege von Kindern und Erwachsenen in den Blick nimmt
  • offen ist für Deutungen und Bedeutungen der Kinder und für ihre Signale
  • an Gewohnheiten zweifelt
  • offen für Ideen und ungewöhnliche Lösungswege ist und
  • andere Blickwinkel wahrnimmt, akzeptiert und nutzt.

In den lernanregenden Räumlichkeiten Werkstatt, Spielburg, Musikzimmer, Theater, Bewegungsraum und dem naturnahen Außenspielgelände, verbergen sich viele kleine Aktionsecken, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen und den Kindern Abwechslung bieten. Von allen Altersstufen gleichermaßen besucht, ermöglicht diese Raumstruktur die Freispielphase den Lernbedürfnissen entsprechend vorzubereiten und die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen. Regelmäßige Beobachtungen, Dokumentationen, Elternpartnerschaft und Teamaustausch sichern die Weiterentwicklung der Kinder und die Auseinandersetzung mit allen (Bildungs-)Bereichen dieser Einrichtung.

Bewegung

Lernerfahrung zu sammel und kreative Wege zu gehen erfordert Bewegung auf körperlicher und geistiger Basis. Die sich verändernde Lebensumwelt der Kinder von heute macht die Bewegung im kindlichen Alltag so wichtig und schafft die nötige Basis, um sich optimal den Lernerfahrungen zu stellen und die Ausgeglichenheit und Ruhe für intensive geistige Arbeiten zu entwickeln, die unsere Erfahrung in Wissen umwandelt und Kinder Stärke verleiht. Als zertifizierter Bewegungskindergarten achten wir auf diesen Ausgleich und sorgen für eine Umgebung, die entsprechende Möglichkeiten im Alltag einbaut und in geleiteten Aktivitäten zielgerichtet und ganzheitlich fördert. Die Kooperation mit dem ortsansässigen Sportverein unterstützt das Angebot der Einrichtung, ebenso wie die gezielte Raumausstattung der einzelnen Aktionsflächen.

Projektarbeit altersdifferenziert

In regelmäßigen Zyklen, zu anfallenden Themenbereichen bearbeiten die Kinder gemeinsam verschiedene Projekte ganzheitlich. Altersdifferenziert werden in Kleingruppen gezielt für die Kinder wichtige Themen intensiv bearbeitet, ohne durch eine zu große Altersspanne die Kinder zu über- bzw. unterfordern. Innerhalb von Morgenkreisen werden Themen theoretisch und praktisch in diesen Kleingruppen erarbeitet, um dann während des Tages in allen Aktionsbereichen ein entsprechendes themenbezogenes und anregendes Angebot vorzufinden. Die Kinder arbeiten auf diese Weise spielerisch alle ihre Fragen und eigenen Erfahrungen auf und erlangen entsprechende Erkenntnisse. Wer möchte erhält auch die Möglichkeit, dies noch zu Hause weiter mit zu entwickeln und unsere Arbeit weiter zu gestalten.

Religionspädagogik

Im Kontext der häuslichen Lebenssituation, in der sich die Kinder befinden legt die Religionspädagogik in der Kita ihren konkreten Schwerpunkt auf das Schaffen von freien Gedanken-, Phantasie- und Meinungsräumen, welche offen, einladend, tolerant, partizipativ und integrierend gestaltet werden. So wird mit den Kindern über Zeichen, Bilder und Geschichten des Glaubens hin zu Inhalten gearbeitet, um ihnen den christlichen Glauben näher zu bringen. Feste und bestimmte Riten innerhalb der Einrichtung und Darstellung der Verbundenheit mit der katholischen Kirche und der Gemeinde vor Ort nach Außen sind die Resultate der religionspädagogischen Arbeit in der Kita. Mit unserer religiösen Arbeit in der Kindertageseinrichtung möchten wir die Erfahrung von Solidarität und Gemeinschaft mit den Familien leben und dies kreativ und ganzheitlich gestalten. Dies geschieht durch eine Atmosphäre des Vertrauens, der Geborgenheit und der Sicherheit im täglichen Miteinander und auf ko-konstruktiver Erfahrung mit der Leben spendenden Kraft des christlichen Glaubens.

Alltagsintegrierte Sprachförderung

Die Unterstützung der kindlichen Sprachentwicklung stellt eine zentrale Bildungsaufgabe dar und wird als ganzheitliches Prinzip verstanden, welches sich durch den gesamten Tagesablauf der Einrichtung zieht und alle Kinder erreicht. In der sozialen Interaktion während der Phasen der Einrichtungsabläufe lässt sich eine sprachbewusste und sprachanregende Gestaltung des pädagogischen Alltages durch geschulte pädagogische Fachkräfte gewährleisten und die ebenen der Sprachentwicklung aller Sprachbereiche anzusprechen. Ob beim gemeinsamen Frühstück, beim Rollenspiel, im Konflikt oder beim Experimentieren, es entstehen jeden Tag zahlreiche Gesprächsanlässe und somit auch zahlreiche Möglichkeiten für Sprachbildung, die von den Fachkräften erkannt und genutzt werden müssen. Dies betrifft auch den Erwerb der sprachlichen Kompetenten bei mehrsprachig aufwachsenden Kinder. Ziel ist es diese Kinder in ihren sprachlichen Kompetenzen mit Deutsch als Zweitsprache zu beobachten, zu begleiten und zu unterstützen.

Elternpartnerschaft

Elternpartnerschaft bedeutet nicht nur den Austausch von Informationen über das Verhalten, die Entwicklung und Erziehung des Kindes im jeweiligen System, sondern geht einen entscheidenden Schritt weiter: Familie und Kindertageseinrichtung versuchen, ihre Erziehungsziele, -methoden und -bemühungen aufeinander abzustimmen, den Erziehungsprozess gemeinsam zu gestalten, sich wechselseitig zu ergänzen und zu unterstützen. Sie kooperieren miteinander, wenn es gilt, Probleme mit dem jeweiligen Kind zu bewältigen oder ihm zu helfen, bestimmte Schwierigkeiten zu meistern. Spontane Tür- und Angelgespräche sind ebenso gewünscht und sinnvoll wie die kurzfristige Terminabsprache bei größerem Gesprächsbedarf. Durch die Partnerschaft mit Eltern kann Kontinuität zwischen beiden Lebensbereichen gewährleistet, der größtmögliche Lernerfolg erreicht und die kindliche Entwicklung am besten gefördert werden. Dies geschieht durch regelmäßige Austauschgespräche mit Eltern, formale Informationsmethoden, Familientage zum näheren Kennenlernen, die ständige Möglichkeit zur Hospitation, aktive Beteiligung und Gestaltungsmöglichkeiten für besondere Anlässe und natürlich die intensive Zusammenarbeit im Rahmen des Elternbeirates.